Kentern ist sicherlich für die meisten kein erstrebenswertes Manöver. Man wird nass, es ist ungewohnt, meistens anstrengend und wird oft, so gut es geht, vermieden, kommt aber dennoch vor. Da macht es doch Sinn, sich mit der Materie sowohl theoretisch, als auch praktisch auseinander zu setzen. Für die Theorie liefert Youtube viele Infos und Tipps (z.B. hier).
Nun zur praktischen Ausführung. Zwei mutige Segler und ein kenterwilliges Boot sind die gute Voraussetzung für ein Kentertraining. Nicht zu vergessen Schaulustige am Ufer die mit mehr oder weniger sachdienlichen Hinweisen ihren Beitrag zum Ganzen leisten und sich köstlich amüsieren, was die beiden da auf dem Wasser treiben.
Kentern ist ganz einfach. Man belastet das Boot stark einseitig und mit etwas Geschick oder Ungeschick ist es geschen, das Boot kentert und wenn der Steuermann nicht schnell genug ist, um über die Bordwand aufs Schwert zu klettern, dann ist es passiert und platsch liegen beide im Wasser.


Sich wohl an die Theorie erinnernd folgt nun das Schauspiel zum aufrichten des Bootes. Beim ersten mal mussten beide noch über das Heck ins Boot krabbeln. Dabei half eine an den Achterklampen befestigte Leine, die als Einstiegshilfe genutzt werden konnte.


Beim zweiten und dritten Versuch gelang es dann, eine Person gleich beim Aufrichten mit der „Schaufeltechnik“ liegend im Boot an Bord zu haben. Das ging erstaunlich gut. Die zweite Person gesellte sich dann wieder über das Heck ins Boot. Dies erfordert aber deutlich mehr Kraftaufwand.


Gute Dienste hat uns eine über die Bordwand dem Segler am Schwert angereichte Fockschot geleistet. Mit der Fockschot hat man einen guten Angriffspunkt mit einem entsprechend großen Hebel durch die Bordwand.
Das Kentertraining hat Spaß gemacht, war zwar anstrengend aber sehr lehrreich!